Unternehmensprofil
Höchste Präzision, unternehmerischer Mut und Risikobereitschaft müssen keine Gegensätze sein. Ein Beweis dafür ist die Erfolgsgeschichte der präzimat Feinmechanik GmbH Döbra. Von Heinz Petzold 1950 gegründet, machte sich die Firma als Zulieferer für die Konsumgüterindustrie schnell einen Namen. Ihre Drehteile kamen in Plattenspielern, Gasthermen, Waschmaschinen und vielen anderen Geräten zum Einsatz.
Bereits 1965 hatte der Betrieb, nun eine Kommanditgesellschaft, 40 Beschäftigte. Ehefrau Hildegard stand ihrem Mann von Beginn an zur Seite und führte die Firma nach deren Verstaatlichung 1972 als Betriebsdirektor weiter. Heinz Petzold musste aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten.
Sohn Gunter Petzold, Jahrgang 1951, studierte Maschinenbau und arbeitete zunächst im Kunstseidenwerk Pirna. Als im elterlichen Betrieb, der inzwischen ein Betriebsteil des VEB Elektronische Erzeugnisse Dorfhain geworden war, die Stelle des technischen Direktors neu besetzt wurde, nutzte Gunter Petzold die Gelegenheit. Schnell musste der junge Ingeniuer aber erkennen, daß es hier kaum Spielraum für seine Entwicklung gab. Deshalb wechselte er 1982 zum VEB Metallverarbeitung Maxen.
Die politischen Veränderungen brachten auch für Gunter Petzold 1990 die Chance zur Reprivatisierung. Mit Elan und Mut stellte er sich dieser großen Herausforderung. Vom Nullpunkt baute er seine neue Firma systematisch auf und kaufte nach und nach moderne CNC-Drehmaschinen. Das größte Problem war die Erschließung neuer Märkte. Dabei erkannte der Unternehmer, daß die flächendeckende Umstellung auf Erdgas in den neuen Bundesländern ein wichtiges Sprungbrett sein könnte. Und es gelang ihm, sich mit einer Reihe verschiedener Drehteile als Zulieferer bei der Umstellung von Gasgeräten zu etablieren.
Heute gehören außerdem Hersteller von Armaturen sowie von Mess- und Regeltechnik zum Kundenkreis. Besonders stolz ist der Firmeninhaber, dass die inzwischen 12 CNC-Drehmaschinen und das moderne Bohr- und Fräs-Fertigungszentrum dreischichtig ausgelastet sind und auf einem soliden finanziellen Fundament stehen. Seit Juni '99 ist das Qualitätsmanagement der Firma zertifiziert nach DIN EN ISO 9002.
Im Jahre 2002 erfolgte die Rezertifizierung nach der neuen DIN EN ISO 9001:2000. 18 Menschen aus der Region gibt das Unternehmen heute wieder eine berufliche Perspektive.

